Vom Erklären zum Erkunden
„Wieso, weshalb, warum? Wer nicht fragt bleibt dumm!“ Klingt nach Sesamstraße, oder? Für Uwe Berndt gehören Neugier und ehrliches Interesse zur beruflichen Grundausstattung.
Da steht er nun, 189 Zentimeter groß, gute 110 Kilogramm schwer und ein dickes Fragezeichen im Gesicht. „Wir müssen dringend eine Pressekonferenz veranstalten!“ – offenbart sich ein Kunde. Ein anderer: „Herr Berndt, wir müssen mal eine witzige Mailingaktion machen!“ Diese Szenen sind natürlich frei erfunden. Denn die Kunden von Mainblick ticken anders.
Aber: Warum nur, fragt sich der Ex-Bänker, sind es meist die Maßnahmen, die nach Aufmerksamkeit verlangen? Warum geht es nicht zuerst um das große Ganze, die Klärung strategischer Grundsatzfragen, das Erkennen und Beschreiben relevanter Zusammenhänge, das Entwickeln einer methodischen Unternehmenskommunikation?
Läge die Antwort auf der Hand oder wäre die Lösung so einfach, stünde Uwe Berndt vermutlich häufiger auf dem Golfplatz als am Bahnsteig des Frankfurter Hauptbahnhofs. Dort steht er eigentlich sehr gerne. Meistens geht es frühmorgens zum Kunden. Irgendwo in Deutschland. Und meistens geht es darum, Fragen zu stellen und nicht gleich mit der fertigen Lösung im Gepäck durch die Tür zu kommen. Zu erkunden, statt gleich zu erklären. Oft bringt der 45-Jährige neue spannende Projekte mit zurück in die Mainmetropole. Und stellt sich und seinem Team die Kardinalfrage: „Wieso, weshalb, warum – und wie?“




